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Teufelssteine

Ort: 02694 Pließkowitz, Flurname: Teufelssteine

 
Teufelsstein von Pließkowitz - Kalenderfunktion in Gefahr!!!

(weiter zum Artikel -->)
 

Der Komplex "Teufelsteine" besteht aus zwei bizarr anmutenden Felsgebilden. Ein Felsblock, der von einem diskusförmigen Stein in der Mitte gespalten worden zu sein scheint und ein Steinturm, der durch einen rüsselförmigen Vorsprung wie ein Elefant anmutet.

Die Namensgebung geht auf eine Sage zurück, wonach die Steine vom Teufel hier hin geschleudert wurden.


Seit jeher wird in der Felsgruppe ein Heiligtum der einst um Bautzener lebenden Milzener, Vorfahren der Sorben und der bronzezeitlichen Menschen, der Lausitzer Kultur vermutet, deren Gräberfelder beim Ausbau der Autobahn bei Burg entdeckt wurden. Die ausgedehnte Fundstelle nennt man seither "Totenstadt Burg".

Der in dem gespaltenen Felsblock eingeklemmte Stein besitzt zwei ei- bzw. augenförmige ovale Vertiefungen von 50 bzw. 80 cm Größe. Ihr künstlicher Ursprung ist unstrittig.
In den elefantenähnlichen Steinturm ist in der Nordseite ein Kreuz eingemeißelt.

Die Teufelssteine waren Motiv einer von der Bautzener anthropologischen Gesellschaft herausgegebenen Postkarte.

Das Objekt liegt neben dem Betriebsgelände eines Steinbruches direkt an der Verbindungsstraße zwischen Pließkowitz und Klein Bautzen. Man muss quasi mitten durch das Steinbruchgelände und sieht die Felsen in einem Büschchen unmittelbar über den Steinbruchgebäuden.

Die Kluft des gespaltenen Felsens verläuft in West-Ost-Richtung und gestatten den Blick auf den Sonnenauf- und -untergang des Frühlings- und Herbstanfangs. Der Elefantenturm besitz unter sich einen höhlenartigen Sichtkanal zum Sonnenaufgang der Sommersonnenwende und zum Sonnenuntergang der Wintersonnenwende. Die Mittagssonne der Wintersonnenwende wirft ihr Licht zudem in einen Nord-Südkanal und zum Nachmittag maßgenau in eine dreieckige Ausmeißelung. Ein regelrechtes Lichtspektakel.
 

 
Frühlings-/Herbstanfang:

Die Morgensonne des Frühlings-/Herbstanfangs im Sichtfenster zwischen den Felshälften.

Die Abendsonne des Frühlings-/Herbstanfangs im Sichtfenster zwischen den Felshälften.

   
Sommersonnenwende:  

Die Feinpeilung zur Morgensonne der Sommersonnewende im Sichtfenster unter dem Deckstein.

Die Grobpeilung zur Morgensonne der Sommersonnewende hinter dem großen Steinkeil.

 
Wintersonnenwende:

Mittagssonne der Wintersonnenwende im heute mit Erde gefüllten Lichtkanal.
(bitte Mauszeiger über das Bild führen)

Foto der Abendsonne der Wintersonnenwende im Gegenblicks der Morgensonne der Sommersonnenwende
Wegen Bebauung heute nicht mehr möglich.
(Simulation bitte Mauszeiger über Bild führen)

Ein besonderes Lichtspiel lässt ein aus dem Fels gearbeiteter Triangel zu.
Dieser heute mit Erde gefüllte Bereich wird am Nachmittag der Wintersonnende vermutlich
kurzzeitig vollständig ausgestrahlt.

Heute verstellen Gebäude und Halden des Steinbruchs
den freien Blick zur Sonne

Die Sonne kurz bevor sie im Schatten der Gebäude
verschwindet

Eine zweite Sichtöffnung befindet sich unter dem Hauptfelsen.
Sie  ist trotz Bebauung  voll funktionstüchtig.
Markenstein der Sichtöffnung unter dem Hauptfelsens mit dem Lichtfleck des Sonnenuntergangs der Wintersonnenwende
 
 Schematische Darstellung des Standortes:
(intuitiv, nicht maßstabsgetreu)

1. Der Felsen mit den Sichtspalt zum Frühlings-/Herbstanfang
2. Die eingeklemmte Steinplatte mit den ovalen Mulden
3. Herhabgeworfene Felsplatte mit Auswitterungsmulden
4. Elefantenförmiger Felsen mit Rüssel und Kreuz
5. Stützstein
6. Felsplatte
7. Felsplatte mit Sitz und unterlegtem Stein
8. Lichtkanal
9. Lichttriangel
10. Sichtloch Morgensonne Sommersonnenwende
11. Morgensonne Frühlingsanfang
12. Abendsonne Frühlingsanfang
13. Morgensonne Sommersonnenwende
14. Mittagssonne Wintersonnenwende
15. Abendsonne Wintersonnenwende
16. Zufahrtsweg
17. Markenstein Wintersonnenwende Sonnenuntergang

  

GPS

Funktionselemente des Objektes

N 51° 13.186'
O 14° 31.268'

Der gespaltene Felsen (Frühlingsanfang) mit der eingeklemmten Steinplatte und den augenförmigen ovalen Schalen

N 51° 13.184'
O 14° 31.267'

Der auffällig geformte elefantenähnlich Stein mit den zwei darunter liegenden Lichtkanälen (Wintersonnenwende/Sommersonnenwende)

 

 
 

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